Unsere Reise entlang der Ostküste von Vancouver Island begann im Qualicum Falls Provincial Park, wo wir bereits am ersten Tag die Kraft der Natur spürten. Das klare Wasser stürzte über glattgeschliffene Felsen in smaragdgrüne Pools, während wir durch duftenden Fichtenwald schlenderten – ein Traum mitten in der kanadischen Wildnis.
Von dort aus folgten wir der Küstenstraße nach Norden, wobei die Landschaft allmählich rauer wurde. Campbell River erwartete uns als Tor zur nördlichen Ostküste, mit seiner maritimen Lebendigkeit – Fischerboote dümpelten im Hafen, und der Duft von Salz und Kiefer lag in der Luft. Doch wir ließen die Stadt hinter uns und nahmen die Fähre nach Quadra Island, einem Stückchen kanadischen Paradies, das sich Zeit nahm.
Auf Quadra Island verloren wir uns zwischen endlosen Waldpfaden, abgelegenen Buchten und dem Blick auf die Inselkette des Discovery Passage. Die Insel atmete Geschichte, Natur und eine selten gewordene Gelassenheit. Wir wanderten am Shore Pines Trail entlang und betrachteten den Sonnenuntergang über den Wellen von Rebecca Spit.
Unser nächstes Ziel war der Elk Falls Provincial Park. Eine schmale Hängebrücke schwebte über einem tiefen Canyon, direkt über dem tosenden Fluss. Der Anblick war atemberaubend – das Wasser brach mit Urgewalt, während wir über dem Abgrund standen und die Kraft der Natur aus nächster Nähe spürten.
Unsere Reise führte uns zu einem wunderbaren Campground am Elk Falls, wo wir unseren Camper-Truck direkt am idyllischen Quisam River parkten. Umgeben von großgewachsenen Zedernbäumen erstreckte sich ein ruhiger Fluss, der die Atmosphäre perfekt unterstrich.
Ein unvergessliches Erlebnis ereignete sich an einem Abend, als wir eine Bärenmutter mit ihren beiden Cubs direkt am Fluss beobachten durften. Anscheinend hatten die Lachse, die zu dieser Jahreszeit den Fluß hinaufwanderten, die Tiere angelockt. Dieses beeindruckende und spannende Erlebnis wurde zu einem echten Highlight unserer Reise.














